Dies ist die Geschichte eines Ortes im schönen Brabant, an dem sich seit Generationen Menschen treffen. Mitten auf dem Platz, neben der Servatiuskirche, hat sich De Zwaan zu einem vertrauten Ort für Dorfbewohner, Vereine und Passanten entwickelt.
Im Laufe der Jahre veränderte das Café sein Aussehen, aber die Essenz blieb dieselbe: Gastfreundschaft, Begegnung und ein Ort, an dem man sich willkommen fühlt.
Auf dieser Seite führen wir Sie mit Geschichten und Fotos durch die Zeit und geben Ihnen einen Überblick über die ehemaligen Manager und Eigentümer, die De Zwaan geprägt haben.
Die Geschichte von De Zwaan beginnt, soweit bekannt, im Jahr 1912, als das Gebäude noch im Besitz der Kirche war. Dort wird in den Büchern eine Kostennote von 600 Gulden für die Einrichtung als Café von De Zwaan gemäß dem neuen Getränkegesetz erwähnt.
Adrianus Johannes Jansens und seine Frau Adriana Jonkers gelten als die ersten bekannten Betreiber des Café De Zwaan.
Im Dorf waren sie als Janus und Jana bekannt.
Janus beschränkte sich nicht nur auf den Betrieb des Cafés. Er war außerdem Kaufmann und arbeitete als Schneider und betrieb einen Handel mit Manufacturen und Maßkleidung. Er handelte auch mit Kolonialwaren wie Kaffee, Tee, Kakao und Tabakwaren, womit De Zwaan nicht nur eine Gaststätte war, sondern auch ein Ort, an dem man die täglichen Notwendigkeiten kaufen konnte.
Hier sehen wir den Dorfplatz von Borkel en Schaft, mit der St. Servatius-Kirche und dem Café De Zwaan im Hintergrund. Vor dem Café posieren niederländische Soldaten zusammen mit Dorfbewohnern, darunter die damals schwangere Jana Jansens. Auffallend ist, dass diese Postkarte von Janus selbst herausgegeben und verkauft wurde, der so eine zusätzliche Einkommensquelle hatte.
Die Fotos dieser Postkarten wurden von dem mittlerweile bekannten Regionalfotografen Jan Bijnen aus Waalre gemacht. Er radelte durch Südost-Brabant und weit darüber hinaus, wo er unermüdlich fotografierte. In einer Kiste hinter auf seinem Fahrrad nahm er seine Glasnegative mit, um sie später selbst zu entwickeln.
Das Interieur von Café De Zwaan in Borkel und Schaft zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Hier ist zu sehen, wie De Zwaan damals schon ein wichtiger Treff- und Sammelpunkt sowohl für Dorfbewohner als auch für Militärangehörige während der Mobilmachung im Ersten Weltkrieg im Jahr 1914 war.
Die alten Fotos zeigen deutlich, welche Funktion De Zwaan im Dorf erfüllte. Links oben am Fenster stand geschrieben“Café De Zwaan – A. J. Jansens-Jonkers” Und daneben prangte der weiße Schwan. Das Café war nicht nur ein Ort für ein Getränk oder eine Mahlzeit, sondern vor allem ein Ort, an dem das soziale Leben von Borkel und Schaft zusammenkam.
Dorfbewohner, jung und alt, versammelten sich vor dem Café. Hinter dem Tisch, links sitzend, ist Bürgermeister Baken zu erkennen.
Auf diesem Foto aus dem Jahr 1918 sind weibliche Mitglieder des Römisch-Katholischen Bäuerinnenbundes zusammen mit Pfarrer Van den Biggelaar vor dem Café De Zwaan zu sehen. De Zwaan spielte damals bereits eine wichtige Rolle bei Versammlungen von Vereinen und im katholischen Dorfleben.
Dieser Tradition wird bis zum heutigen Tag fortgesetzt. Die ehemalige K.V.O., heute bekannt als Damenverein D.O.E. (Damen Untereinander), feiert immer noch ihre jährliche Weihnachtsfeier bei De Zwaan.
Café Zum Schwan im Jahre 1916
Der Schwan war nicht nur ein Gebäude am Platz, sondern eine feste Größe im täglichen Leben von Borkel en Schaft. Ein bekannter Ort im Dorf und der Umgebung. Hier noch mit dem ursprünglichen Reet-Satteldach zu sehen, das um 1930 durch Dachziegel ersetzt wurde.
Fanfare EMOS (Eendracht Maakt Ons Sterk) wurde 1920 gegründet und spielte bald eine wichtige Rolle im Dorfleben von Borkel und Schaft. In den Anfangsjahren hatte der Verein noch keine eigenen Räumlichkeiten, weshalb Proben und Auftritte oft im Café De Zwaan stattfanden.
Der Saal von De Zwaan war jahrelang Schauplatz von Musikabenden und Zusammenkünften, bei denen Musiker und Dorfbewohner zusammenkamen. Damit war das Café nicht nur ein Treffpunkt, sondern auch eine wichtige Bühne für das reiche Vereinsleben des Dorfes.
Bis heute lebt diese Geschichte fort und ein Teil des Restaurants trägt immer noch den Namen EMOS.
Rondoude cafés en herbergen doen de spannendste verhalen de ronde. Auch der Name “Der Schwan” wurde früher mit unmoralischen Praktiken oder mit Damen in Verbindung gebracht, die nicht nur auf eine Tasse Kaffee vorbeikamen.
Bereits Der Schwan in Borkel und Schaft Doch scheint dieses Bild überhaupt nicht dazu zu passen. Dieses Gebäude war lange Zeit im Besitz der Kirche und stand damit unter der ziemlich ordentlichen Aufsicht des Kirchenvorstands. Als Jan Sprengers das Gebäude in 1954 kocht, bekam er dann auch nicht einfach so ohne Bedingungen mit.
Bei dem Verkauf wurde nämlich nachdrücklich festgelegt, dass in De Zwaan keine Aufführungen, Darbietungen oder Vergnügungen stattfinden durften, die im Widerspruch zur katholischen Glaubens- und Sittenlehre standen.
Oftewel: de pastoor hield blijkbaar niet van al te wilde verrassingen in de zaal.
Und ehrlich ist ehrlich…
Das ist über die Jahre hinweg glücklicherweise auch so geblieben.
Harrie Peters, rechts auf dem Foto, kaufte De Zwaan im Jahr 1964 und führte das Café zusammen mit seiner Frau Diny (unten links mit Brille) bis Ende 1973. Die Fotos zeigen das Innere des Cafés aus dieser Zeit, mit der langen Theke, der Zapfanlage und der typischen Dorfcafé-Atmosphäre von De Zwaan. Sie kochte damals für mehr als hundert Hochzeitsgäste aus ihrer eigenen “gewöhnlichen” Küche zu Hause, wie ihre Tochter Rita erzählte.
Im Laufe des zwanzigsten Jahrhunderts entwickelte sich De Zwaan weiter, während der Kern des Ortes derselbe blieb.
Jos Franken und Harry Baken, zwei Architekten, kaufen das Anwesen im Jahr 1973. Sie bauen De Zwaan und das Wohnhaus im Zeitraum von 1973 bis 1975 um und vermieten es anschließend.
Das Café wuchs mit dem Dorf und der Region mit und entwickelte sich zunehmend zu einem Café-Restaurant, das nicht nur von Dorfbewohnern, sondern auch von Besuchern von außerhalb von Borkel und Belgien gerne besucht wurde. Die Lage am Platz, nahe der Kirche und in der Nähe der Dommel und der umliegenden Natur, machte “De Zwaan” auch zu einem selbstverständlichen Halt für Einwohner, Wanderer, Touristen und Passanten.
Im Oktober 1987 übernehmen sie De Zwaan. Gemeinsam bauen sie das Café zu einem warmen und vertrauten Ort für das Dorf aus. In der Küche und im Geschäft stehen Gastfreundschaft und Aufmerksamkeit im Mittelpunkt, wie man es damals von einem echten Brabantschen Café Restaurant erwartet.
Ook familie helpt mee waar nodig: vader Adriaan en moeder Rietje springen bij wanneer het druk is. Het is de periode van koffietafels, familiefeesten en uitgebreide koude buffetten. Met zorg en toewijding zorgen Pieter en Els ervoor dat iedereen zich welkom voelt.
Das Interieur atmet zu dieser Zeit Gemütlichkeit und Charakter. Holztische mit persischen Teppichen, ein Billardtisch und eine Tanzfläche, die regelmäßig geschrubbt und eingefettet wurde, bilden das Herzstück des Cafés.
Hier wird gefeiert, getanzt und gemeinsam gegessen. Der Saal ist die Kulisse für unzählige Veranstaltungen, von Vereinen bis zu Hochzeiten. Diese Bilder zeigen, wofür De Zwaan seit Generationen steht.
Pieter und Els kaufen De Zwaan als Krönung ihrer harten Arbeit im Jahr 1996 und erweitern De Zwaan und das angrenzende Wohnhaus.
Marjo Verstraaten hier zusammen mit Pieter Oostveen. Marjo ist schon seit ihrem sechzehnten Lebensjahr mit De Zwaan verbunden und damit seit Jahrzehnten eines der festen Gesichter im Betrieb.
Sie begann in der Zeit von Richard Wodak und entwickelte sich zu einer unverzichtbaren Kraft innerhalb des Schwans. Mit ihrer Erfahrung, ihrem Überblick und ihrem Gespür für Planung weiß sie wie keine andere, was nötig ist.
Marjo wollte schon immer Menschen um sich versammeln. Früher rief sie ihre Mutter an, aber auch ihre Kinder haben hier alle eine Zeit lang gearbeitet. Und ihr Sohn “Unser Danny” ist derzeit eine feste Kraft in der Küche.
Seit Beginn der 2000er Jahre sind die Mitglieder von Probus Kempenland nicht mehr wegzudenken aus dem Schwan.
Dieser Verband von engagierten und aktiven Senioren trifft sich hier regelmäßig zu Versammlungen, bei denen Begegnung und Gespräch im Mittelpunkt stehen.
Rondom deze momenten is De Zwaan al jarenlang de plek waar zij samenkomen voor een lunch, diner of een borrel. Hierdoor is er door de jaren heen een mooie band gegroeid. De dames hebben daarbij hun eigen tradities, zoals de gezellige Damen Mittagessen, und jährlich finden auch die Weihnachtsfeier und das gemeinsame Jahresessen bei uns statt.
Im Laufe der Jahre wurde der Schwan von verschiedenen Generationen von Pächtern und Besitzern getragen. Jede Periode prägte den Schwan auf ihre eigene Weise, aber der Kern blieb immer derselbe: ein warmer und gastfreundlicher Ort im Herzen des schönen Borkel und Schaft.
Die Einrichtung änderte sich, Generationen wechselten, das Dorf wuchs und die Welt um es herum änderte sich mit. Der Schwan blieb ein Ort, an dem sich Menschen treffen. Das macht diesen Ort nicht nur als Gastronomiebetrieb besonders, sondern auch als lebendiges Stück Geschichte.
Seit 2021 dürfen wir, Patrick Poeliejoe und Carola Adriaanse, diesen besonderen Ort fortführen. Mit Respekt vor der reichen Geschichte des Gebäudes und Liebe zum Handwerk bauen wir gemeinsam mit unserem Team weiter am Grand Café De Zwaan.
Was seit Generationen die Stärke von De Zwaan ausmacht, wollen wir weiterhin bewahren: ein gemütlicher und einladender Ort für Dorfbewohner, Stammgäste, Besucher aus der Region, Wanderer, Radfahrer, Touristen und alle, die Borkel und Schaft erleben möchten.
So lives the history of De Zwaan not only on in old photos and stories, but precisely also in the hospitality, encounters and moments that arise here every day anew.